Strom sparen – gewusst wie?

Gestern war ich gemeinsam mit einem Freund auf dem Heldenmarkt. Dort kann man sich über nachhaltigeren Konsum informieren und entsprechende Produkte kaufen. Ein Thema, das bereits letztes Jahr auf dem Heldenmarkt präsent war, war Stromsparen. In diesem Artikel möchte ich einen kritischen Blick auf den Stromverbrauch im Fuchsbau werfen und schauen, ob wir uns an die allgemeinen Tipps zum Stromsparen halten.

Kein Stand-by

Wir haben an so gut wie all unseren elektronischen Geräten eine Stromleiste mit Kippschalter – am Fernseher und der angeschlossenen Stereoanlage, an den Laptops und Monitoren und an unserem Zweitdrucker (der uns verlassen darf, sobald die Druckerpatronen leer gedruckt sind). Unser Erstdrucker hat keinen Kippschalter und zieht daher leider doch oft noch unnötig Strom. Außerdem ist unser Router immer angeschaltet –  oft nicht notwendig, da wir das Internet nicht im Schlaf nutzen können. Leider braucht das Gerät aber oft sehr lange um wieder in Betrieb zu gehen und funktionierte nach Stromentzug oft nicht direkt. Um an dieser Stelle zu sparen wäre also vermutlich ein besserer Router notwendig.

Keine elektronischen Boiler

In unserer Wohnung wird über Gas das Wasser erhitzt und geheizt – was als umweltfreundlicher gilt. Tipp für all, die einen E-Boiler zu Hause haben: Durch die Einstellung der Temperatur auf 60° bzw. „E“ kannst du einiges an Strom sparen und wenn du nur morgens und abends Warmwasser benötigst kannst du auch eine Zeitschaltuhr zwischenschalten.

Gas- statt E-Herd/-Backofen

Als wir in die Wohnung eingezogen sind, war kein Herd installiert. In Berlin ist jedoch die Vermietung für ein solches Gerät zuständig. Im Gespräch mit der Frau von der Hausverwaltung bat ich um den Einbau. Da Warmwasser und Heizung über einen Gasboiler in der Küche laufen, wäre es sinnvoll gewesen auch den Herd über Gas zu betreiben. Leider lag jedoch kein entsprechender Anschluss vor und die Verwaltung wollte diesen auch nicht legen lassen. Ein Gasherd wäre für uns deutlich billiger und auch noch umweltfreundlicher gewesen – schade.

Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig abtauen und schattig stellen

Da unsere Küche in Richtung Norden ausgerichtet ist, hat unsere Kühlgefrierkombination keine direkte Sonne. Der Schrank ist zudem bewusst einen Meter von der Heizung entfernt und die Küche wird nie auf höchster Stufe beheizt. Das Abtauen habe ich mir für diesen Winter vorgenommen – wenn es draußen kalt genug ist, um die Sachen auf dem Balkon zwischenzulagern. Leider hat sich bei unserem Gefrierfach bereits jetzt eine ordentliche Eisschicht gebildet, die vermutlich viel Strom frisst.

Kein Wäschetrockner

Ich habe noch nie einen Trockner besessen und kann auch die Begeisterung für ein solches Gerät nicht so ganz verstehen. Klar ist es praktisch keinen Wäscheständer rumstehen zu haben, aber dafür muss man die Kleidung nach dem Trocknen oft bügeln, da sie knitterig geworden ist und nicht jeder Stoff lässt sich in der Maschine Trocknen. Tipp für alle, die einen Trockner haben: benutze ihn nur wenn es wirklich notwendig ist. Achte bei einem Neukauf auf eine besonders gute Energieeffizienzklasse (A+++) und ziehe einen Gastrockner einem Ablufttrockner, ein Ablufttrockner einem Kondensationstrockner vor.

Niedrige Wäschetemperatur und hoher Energieeffizienz

Als unsere letzte Waschmaschine kaputt ging, entschloss ich mich eine neue mit hoher Energieeffizienzklasse (A+++) zu kaufen. Auch wenn das Gerät leider keine Knöpfe mehr hat, erfüllt es bisher seine Aufgabe recht gut. Wir waschen zudem den größten Teil der Wäsche im Eco-Programm auf 30°. Nur Unterwäsche, Socken, Bettwäsche und Handtücher werden bei 60° besonders stark ausgewaschen. Außerdem achte ich immer darauf, dass die Maschine gut gefüllt ist, da bei einer halbvollen Ladung ungefähr gleich viel Strom verbraucht wird. Da die Waschtemperatur so niedrig ist, hatte ich auch noch kein Problem damit, dass ich verschiedene Farben gemischt habe.

Anders kochen

Beim Kochen und Backen gibt es diverse Tipps zum Stromsparen: Beim Kochen den Deckel auf den Topf setzen, Wasser für Nudeln vorher im Wasserkocher erhitzen, Töpfe und Pfannen nutzen, die genau auf die Platte passen, den Backofen nur vorheizen, wenn es notwendig ist und Restwärme nutzen. Die meisten Tipps wende ich bereits an, nur die Deckelmethode fällt mir oft schwer, da dann schnell etwas überkocht und ich genauer hinschauen muss.

Wechsel zu Ökostrom

Wir haben schon sehr lange einen Ökostrom und -gas Vertrag. Dadurch sparen wir laut Studien pro Jahr eine Tonne CO2 – ca. so viel wie ein durchschnittlicher PKW ein halbes Jahr lang ausstößt.

 

Wie schaut es bei dir aus? Hältst du dich bereits an die Tipps oder waren sie dir neu? Ist es für dich ein größerer Anreiz Geld zu sparen oder der Umwelt etwas Gutes zu tun? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

 

 

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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