Minimalism Challenge – Mein Fazit

31 Tage, 496 Dinge aussortiert. Wow. Dass es sich dabei um so eine hohe Summe handelt, hätte ich gar nicht gedacht. Welche guten und schlechten Seiten die Challenge mitgebracht hat, will ich hier im Artikel berichten.

Die No Buy Challenge

Als ich mir die Challenge überlegte, legte ich neben dem groben Rahmen ein paar Regeln fest: Nichts Neues kaufen und alles sofort weg. So war es nicht nur eine Minimalism Challenge, sondern auch eine No Buy Challenge. Und erstaunlicher Weise war das auch der Teil, der mir in mehreren Momenten schwer fiel. Ich halte mich selbst für niemanden, der viel konsumiert. Trotzdem gab es Momente in denen ich beinahe eine neue Pflanze gekauft hätte, denn der Frechfuchs und ich lieben es viel Grün in unserer Wohnung zu haben. Außerdem benötigen wir derzeit noch ein paar Dinge wie eine neue Pfanne und einen neuen Standmixer. Ohne diese beiden Sachen auszukommen hat mich zeitweise schon gestört, da es meine Bequemlichkeit eingeschränkt hat. Aber es war auch gut herauszufinden, dass es auch ohne bzw. mit dem geht, was wir haben. Und ich konnte mir in Ruhe Zeit nehmen, „die perfekten Produkte“ raus zu suchen.

Die Minimalism Challenge

Das Aussortieren an sich war eigentlich nicht schwer. Ich spürte kaum Sentimentalität beim Wegwerfen von Tagebüchern oder anderen Erinnerungsstücken – wobei ich zugegebener Maßen die eher sentimentalen Sachen doch noch behalten habe. Diese werden mich vermutlich irgendwann verlassen, aber erst, wenn ich dazu bereit bin.

In manchen Momenten war es schwer die geeignete Anzahl an Dingen zu finden – insbesondere da ich diese ja schnellst möglich aus meiner Wohnung bringen wollte. So habe ich beispielsweise zwei Kleider, die ich los lassen will, aber einfach in die Altkleider geben kann ich sie komischer Weise nicht… Daher gibt es an manchen Stellen auch Dinge, die etwas seltsam anmuten – wie beispielsweise Flyer, die ich aufgehoben hatte. Aber auch eine solche Kleinigkeit ist auch eine Sache und sollte mich nach meinem Geschmackk schneller verlassen, als es häufig der Fall ist.

Der für mich schwierigste Part war daher auch, dass alles schnellstmöglich weg sollte. Viele der Dinge, die ich nun weggebracht habe, waren von mir schon länger aussortiert worden. Von daher hat mich die Challenge gelehrt, dass der letzte Schritt des Wegbringens für mich der ist, den ich gerne hinauszögere und sich so eben doch Sachen im Keller ansammeln. Nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Weitere Lehre war für mich, dass ich den Verkauf von ungenutzten Sachen angehen sollte. Es bringt ja nichts, wenn ich Kleidung hier liegen habe und nicht trage. Von daher werde ich mir bei der nächsten Gelegenheit endlich mal Zeit nehmen und bei einem Second Hand Laden anfragen oder die Sachen online stellen. Der gute Vorsatz ist auch jeden Fall da.

Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

Ich weiß nicht, ob ich bei einem nächsten Mal noch 496 Dinge finden würde, aber an sich kann ich jedem empfehlen die Challenge zu machen – egal ob Minimalist_in oder nicht.

Außerdem würde ich die Sachen schon früher raus suchen, als am eigentlichen Tag. Dies habe ich selbst häufig gemacht, wenn es jedoch nicht so war, wurde es doch manchmal schwierig. Eventuell kann man über die Tage immer Sachen in eine Kiste legen, die man sich bereitstellt, und dann für jeden Tag eine entsprechende Anzahl daraus entnehmen.

Die Kombination mit der No Buy Challange kann ich nur empfehlen, denn es macht keinen Sinn eine hohe Anzahl Dinge gehen zu lassen und sich gleichzeitig die Wohnung wieder mit Neuem vollzustopfen.

Nun dann, ich wünsche dir frohes Minimalisieren!

 

 

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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