10 Arten von Nicht-Veganer:innen

Ich bin jetzt schon seit drei Jahren vegan und damit sehr glücklich und zufrieden, mir fehlt nichts, außer der Tatsache, dass sich niemand in meine Lebens- und Ernährungsweise einmischt. In diesem Artikel stelle ich dir 10 Typen von Nicht-Veganer:innen vor, mit denen wir vegan lebenden Menschen es auf regelmäßiger Basis zu tun haben. Vielleicht entdeckst du dich oder jemand anderes ja wieder.

1. Die Aktiv-Agressiven

… sobald sie hören, dass du vegan bist, reagieren sie mit Agression und sagen/schreiben „darauf ein Schnitzel“ oder ähnliches. Sie reiben es dir auch besonders gerne unter die Nase, wenn Fleisch oder Produkte mit Ei/Milch gegessen werden, betonen häufig über wie „toll“ das schmeckt. In Diskussionen nutzen sie oft diskriminierende Kommunikationsmethoden wie Tone Policing („du bist so emotional“), Täter-Opfer-Umkehr („du tust ja so, als würden wir nur Fleisch essen und wären total grausam“), Whataboutism („aber du fliegst ja auch“) etc.

2. Die Passiv-Agressiven

… vermeiden die direkte Konfrontation, bestehen aber trotzdem immer darauf, dass sie mit dir in ein Restaurant gehen in dem es Fleisch gibt. Sie sprechen dich nicht direkt an, aber hinter deinem Rücken wird schon öfter mal erwähnt, wie „übertrieben“ deine vegane Lebensweise ist. Wenn du von dir aus über das Thema sprichst reagieren sie desinteressiert bis ablehnend, es wird dir nicht möglich sein dieser Person deine Motive näher zu bringen.

3. Die Unter-Druck-setzenden

… versuchen dich, wie der Name schon vermuten lässt, unter Druck zu setzen doch wieder „normal“ zu essen. Sie sagen das entweder ganz direkt oder finden immer wieder „Gründe“ warum vegan „schlecht“ ist und konfrontieren dich oft mit Halbwissen oder karnistischen Gedankengut.

4. Die Herausredenden

… finden sehr schnell Gründe, warum sie ja „vegan nicht könnten“ oder sie selbst auch auf Tierschutz achten („ich esse ja auch nur ganz wenig Fleisch und wenn dann bio“) – obwohl niemand danach gefragt hat und alle wissen, dass das nicht so wirklich der Wahrheit entspricht. Diese Gruppe wiederholt auch gerne Halbwissen, das gegen vegan spricht, argumentiert oft mit Gesundheit und Ernährungsmythen.

5. Die Dauer-Beschwerenden

… können auch gleichzeitig Aktiv-Agressive und/oder Herausredende sein, die sich darüber beschweren, wie „kompliziert“ es mit dir ist, essen zu gehen oder für dich zu kochen. Jeder Anlass, der eine derartige Beschwerde ermöglicht, wird genutzt. Die Dauer-Beschwerenden sind ein Spektrum der Aktiv-Agressiven und nutzen daher auch oft diskriminierende Kommunikationsmethoden.

6. Die Tolerierenden

… sagen nichts gegen deine vegane Lebensweise, fragen dich gleichzeitig aber auch nicht nach deinen Motiven. Dass du ausreichend Essensoptionen bekommst, wenn gemeinsam gegessen wird ist selbstverständlich, du wirst auch gefragt ob du mit den Sachen einverstanden bist. Die Tolerierenden essen neben dir wie immer nach alten Gewohnheiten, ohne sich herauszureden oder aktiv-agressiv zu betonen wie „toll“ das Essen ist, „Gründe“ gegen vegan zu finden oder dich in irgend einer Weise zum Konsumieren tierischer Produkte zu animieren.

7. Die Angepassten

… essen omnivor oder vegetarisch, gehen mit dir in vegane Locations und wenn sie nur mit Veganer:innen unterwegs sind, verhalten sich unauffällig und vermeiden auf ihre eigene Lebensweise aufmerksam zu machen. Sind sie wiederum in omnivorer Gesellschaft wird bewusst unvegan konsumiert.

8. Die Verständnisvollen

… gehen mit dir gerne in vegane Cafés und Restaurants, essen aber trotzdem weiterhin omnivor/vegetarisch. Eventuell sorgt dein Vorbild auch für kleine Verhaltensänderungen wie den Wechsel zu pflanzlicher Milch. Mit den Verständnisvollen ist es meist recht angenehm, wobei sie deine Probleme mit Nicht-Veganer:innen nicht alle verstehen (können).

9. Die Interessierten

… sind sehr offen, stellen Fragen und hören aufmerksam zu, wenn du von deinem veganen Motiven sprichst. Im Gegensatz zu allen zuvor genannten anderen Gruppen gehen sie nicht davon aus deine Gründe zu kennen und denken auch nicht, dass sie sich beim Thema besser auskennen, als du. Wenn du Glück hast, werden aus diesen Interessierten sogar Vegetarier:innen oder Veganer:innen.

10. Die Allies

… sind die Gruppe, der eigentlich alle deine Freund:innen und Familie angehören sollten, da diese Gruppe nicht nur verständnisvoll und/oder interessiert ist, sondern dich auch in deiner Lebensweise unterstützt. Allies zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei Konfrontationen mit schwierigen Nicht-Veganer:innen verteidigen, unterstützen und ein entsprechendes Wissen haben. Allies müssen dabei nicht selbst vegan leben, sollten die Thematik jedoch umfassend durchdrungen haben. Das kann durch die eigene aktive Beschäftigung mit Informationen entstehen oder durch Gespräche mit dir.

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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