Die No Buy Challenge 2020

Bald ist schon Silvester und ein neues Jahr, nein sogar ein neues Jahrzehnt beginnt. Für mich ein Anlass 2019 zu reflektieren und Pläne für 2020 zu machen. Schon seit längerem habe ich mich mit dem Gedanken rumgetragen eine längere Zeit am Stück keine neuen Dinge zu kaufen. Doch irgendwie fand ich immer wieder Argumente für ein neues Produkt. Damit soll nun für das kommende Jahr Schluss sein, denn ich setzte mir die Herausforderung ein Jahr lang nichts Neues zu kaufen. Wie das genau aussehen soll erkläre ich in diesem Artikel.

Warum diese Challenge?

Eigentlich bin ich kein Mensch, der viel konsumiert. Wenn ich mich mit anderen Personen und auch mit meinem früheren Ich vergleiche, kaufe ich deutlich weniger Dinge – seien es Klamotten, Elektronikartikel oder sonstiger Kleinkram. Das was ich habe, habe ich meist schon sehr lange. So ist mein Laptop, auf dem ich hier gerade schreibe von 2013 und somit bald 7 Jahre alt. Ich besitze sogar noch Kleidungsstücke aus meiner Teenager-Zeit, die damit älter als mein Computer sind. Wenn mich ein Produkt überzeugt, bleibt es meistens lang bei mir. Trotzdem änderten sich auch bei mir der Geschmack und Bedürfnisse in den Jahren und so kamen neue Dinge dazu. In den letzten vier bis fünf Jahren habe ich dabei immer stärker darauf geachtet meine Konsumwünsche zu hinterfragen und zu reflektieren. Das sorgte dafür, dass ich gar nichts kaufte und wenn, dann auf die Produktionsweise und die verwendeten Produktionsmittel achtete – z.B. Fair Trade und Biobaumwolle. Ich finde es wichtig Firmen zu unterstützen, die nachhaltig produzieren, die ihre Mitarbeiter_innen angemessen bezahlen und behandeln, trotzdem empfinde ich Neukäufe meist als enorme Ressourcenverschwendung. In vielen Bereichen habe ich daher auch schon auf Second Hand zurückgegriffen. Im Rahmen dieser Challenge will ich diese nachhaltigere Art des Konsums nun stärker in den Fokus rücken und schauen, ob ich es wirklich schaffe auf Neukäufe zu verzichten.

Wie sieht die No Buy Challenge aus?

Der Name der Challenge ist etwas irritierend, da ich nicht komplett auf Konsum verzichten will und kann – schließlich muss ich mich ja auch ernähren, brauche ein Dach über dem Kopf etc. Bei meiner Hausforderung geht es, wie eben schon erklärt, um das Kaufen neuer DINGE. Alles, was verbraucht wird (wie Lebensmittel, Kosmetikartikel und Medikamente) ist weiterhin „erlaubt“. Außerdem werde ich Dienstleistungen in Anspruch nehmen und weiterhin Miete, Heizung, Warmwasser, Strom und Internet zahlen. Sollte mir in diesem Jahr etwas kaputt gehen, das ich unbedingt benötige, werde ich versuchen es zu reparieren. Damit mir die Herausforderung nicht zu schwer wird, erlaube ich mir in diesem Jahr drei Ausnahmen. Mein Ziel ist es, diese möglichst spät „einzulösen“. Darüber hinaus sind Arbeiten an der Wohnung von der Challenge ausgenommen. Wir benötigen nämlich recht dringend einen neuen Teppich im Wohnzimmer und auch die Küche würde ich gerne endlich mal richtig einrichten. In diesen Fällen werde ich voraussichtlich Dienstleistungen in Anspruch nehmen, für die neue Dinge (wie der Teppich) angeschafft werden müssen.  In Bezug auf Geschenke, werde ich selbst keine Dinge verschenken, jedoch annehmen, wenn ich sie bekomme. Dabei soll dies natürlich nicht als Trick gelten die Challenge zu umgehen und sich jede Woche ein neues Kleidungsstück vom Freund schenken zu lassen.

Das Ziel der Challenge

Das Ziel des Ganzen ist zum einen zu schauen, ob ich es schaffe auf neue Dinge zu verzichten, und zum anderen um auf den regelrechten Konsumzwang in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen, jedoch gleichzeitig auch Alternativen aufzuzeigen. Außerdem interessiert es mich, ob ich wirklich viel Geld einspare und ob meine Lebensweise dadurch noch minimalistischer wird. Zudem bin ich gespannt darauf, welche Herausforderungen es für mich mit sich bringen wird, Dinge zweite Hand zu erstehen.

Machst du mit?

Habe ich dich neugierig gemacht oder hast du vielleicht Lust mich auf meiner No-Buy-Reise (für ein Stück) zu begleiten? Lass es mich doch gerne in den Kommentaren wissen.

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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