Simplify Your Life – Stufe 2: Finanzen

Nach der ersten Stufe des Simplify-Prinzips – der Beschäftigung mit dem eigenen Besitz – schlagen die Autoren in der zweiten Stufe eine Vereinfachung der Finanzen vor. Für mich war auch dieses Kapitel nicht sonderlich hilfreich, da ich glücklicher Weise im Bereich Finanzen immer gut aufgestellt war. Trotzdem gab es noch einige interessante Aspekte im zweiten Kapitel. Meine Gedanken dazu möchte ich dir heute in diesem Artikel vorstellen.

Geld macht nicht glücklich, aber …

Die Autoren erwähnen unter der simplify-Idee 5 eine Studie, die herausfand, dass man glücklich sein kann – unabhängig vom Lebensstandard. Dabei war aber eine Sache besonders wichtig: keine Geldsorgen haben zu müssen. Und diesem Gedanken stimme ich zu. Wer „von der Hand in den Mund“ lebt und am Ende des Monats immer mit Null oder gar einem Minus heraus geht, kann nie in Ruhe glücklich sein.

Dabei machen Küstenmacher und Seiwert einen wichtigen Punkt: Man sollte sich nur das leisten, an dem einem wirklich etwas liegt. Für mich sind das beispielsweise gute Nahrungsmittel, ab und an mal essen gehen und das Reisen. Mir liegt nichts an einem großen Auto, einer großen Wohnung oder einem Haus. Statusbesitztümer sind meiner Meinung nach fehlgeleitete Versuche, anderen gefallen zu wollen.

Um seine Finanzen im Griff zu haben macht es außerdem Sinn, sich erst etwas anzuschaffen, wenn das Geld dafür da ist. In meiner Ausbildungszeit habe ich grade mal 650 Euro im Monat für Miete und Essen zur Verfügung gehabt. Und trotzdem konnte ich mir nach ca. einem Jahr einen Kleiderschrak für 300 Euro leisten. Dies lag daran, dass ich vorher darauf gespart hatte.  In der Zwischenzeit war ich mit dem, was ich hatte glücklich – auch wenn es wenig war.

Finanzielle Unabhängigkeit

… das wünschen wir uns doch alle, oder? Und es gibt bereits Ansätze wie das bedingungslose Grundeinkommen. Ich persönlich stehe dem Ansatz etwas kritisch gegenüber, dazu aber an andere Stelle mehr. Wer selbstständig – ohne Hilfe vom Staat – finanzielle Unabhängigkeit erlangen will, muss dafür sorgen, dass die Einnahmen höher als die Ausgaben sind. Küstenmacher und Seiwert weisen daher darauf hin, dass dafür entweder die eigenen Bedürfnisse herunter geschraubt, oder das Einkommen hoch geschraubt werden muss. Ich finde eine Kombination aus beidem am optimalsten – wobei eine Erhöhung des Einkommens natürlich nicht immer möglich ist. Eine Kernfähigkeit, für finanzielle Unabhängigkeit ist also immer Sparsam- und Genügsamkeit. Tipps dazu findest du auch hier im Abschnitt „sparsam leben“.

Sich umschauen

Einen weiteren interessanten Aspekt, fand ich den Vorschlag der Autoren, sich einmal pro Jahr auf eine neue Stelle zu bewerben. Für mich als Lehrerin eine eher impraktikable Sache, aber durchaus einen Gedanken wert. Denn wenn man zu lange an einem Ort arbeitet, kann es passieren, dass man es sich dort zu bequem macht. Regelmäßige Veränderungen im Leben finde ich sinnvoll und sich ab und an nach neuen Arbeitgeber_innen oder Aufgabenfeldern umzuschauen ist meiner Meinung nach förderlich für die eigene Zufriedenheit. Und auch das Gehalt kann man durch berufliche Veränderungen beeinflussen. Eine Kernfähigkeit ist dabei natürlich auch, sein Gehalt zu verhandeln und Forderungen zu stellen.

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Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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