Unser Verhältnis zur Natur

Heute Morgen wachte ich sehr früh auf. Richtig müde war ich nicht mehr und so beschloss ich mein Fenster zu öffnen und frische Luft hinein zu lassen. Und wo es noch so früh und verschlafen war, hörte ich keinerlei menschliche Geräusche, dafür aber ein wundervolles Konzert der Vögel. Und mir wurde mal wieder klar, wie toll die Natur sein kann und wie schäbig wir Menschen sie oft genug behandeln.

Die heilende Wirkung der Natur

Natur ist etwas, das unser Gesundheit zuträglich ist. Nicht umsonst gibt es Waldtherapien, in denen man sich in die Natur begibt und Ruhe erfährt. Studien haben sogar gezeigt, dass es schon helfen kann, wenn wir unechte Natur um uns herum haben – zum Beispiel in Form einer Motivtapete oder durch Naturgeräusche. So hört sich vielleicht der ein oder andere gerne Meeresrauschen oder Urwaldgeräusche an, um zu entspannen.[1]

Unser Umgang mit der Natur

Doch obwohl die Natur uns so gut tut, behandeln wir Menschen sie oft sehr schlecht:

  • Wir verschmutzen die Gewässer durch Reinigungsmittel, Plastikmüll, Überdüngung von Feldern und vielem mehr,
  • wir Verschmutzen die Dunkelheit der Nacht durch Dauerbeleuchtungen und bringen die Tiere um uns herum aus dem Gleichgewicht,
  • wir verschmutzen die Luft durch Abgase und Dämpfe der industriellen Herstellung,
  • wir verschmutzen die Atmosphäre durch Treibhausgase und beeinflussen damit das Klima in hohem Maße,
  • wir verseuchen unsere Böden durch den Anbau von Monokulturen und Überdüngung, sowie Lagerung von Müll und Giftmüll,
  • wir beuten die Ressourcen unserer Erde so lange aus, bis sie nicht mehr vorhanden sind,
  • wir töten Tiere oder nehmen ihren Tot billigend in Kauf – in solchen Maßen, dass sie Aussterben – um nur einige Beispiele zu nennen.

Insgesamt konsumieren wir Menschen – und damit meine ich insbesondere die, in den Industriestaaten – zu viel und auf Kosten der Umwelt und das ohne nur über die Folgen unseres Handelns nachzudenken.

Wenn ich Umweltthemen unterrichte, merke ich immer wieder, dass die Schüler_innen keinerlei Bezug zwischen ihrem Kaufverhalten und den für sie nicht sichtbaren Auswirkungen machen können. Es fällt ihnen auch trotz der vielen Informationen, die ich bereitstelle, schwer den Kontext nachzuvollziehen. Das Ganze ist zu abstrakt, zu weit vom persönlichen Erleben entfernt und hat doch so wahnsinnig viel mit den eigenen Entscheidungen zu tun. Ab und an habe ich die/den ein oder andere Schüler_in, die sich viele Gedanken macht und tatsächlich nachfragt. Dann freue ich mich immer sehr. Und es bleibt die Hoffnung bestehen, dass sich vielleicht doch noch etwas ändert, bevor es zu spät ist.

Was wir tun können

Auf diesem Blog möchte ich meine Gedanken darüber teilen, wie wir uns alle auf den Weg begeben können, um unsere Natur zu erhalten.

 

[1] Mehr dazu in der Podcast-Folge 25 von 7mind: http://7mind.de/podcast

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