Einfacher leben

Wenn es in den Medien um Minimalismus geht, zielt dies sehr häufig auf die Reduzierung von Besitz ab. Doch das Einfache Leben umfasst so viel mehr, als sich mit Dingen zu beschäftigen. Ich habe hier ein paar Ideen gesammelt, inwiefern wir unser Leben noch mehr vereinfachen können.

Das Tempo raus nehmen

In unserer modernen Welt haben wir neben dem „immer-mehr-mehr-mehr-Prinzip“ in Bezug auf Konsum auch ein „immer-schneller-schneller-schneller-Prinzip“ entwickelt. Auf der Arbeit wird von uns erwartet, dass wir Aufgaben innerhalb kürzester Zeit erledigen, E-Mails direkt beantworten und jederzeit erreichbar sind. Moderne Technologien sollen unsere Arbeit vereinfachen und sorgen nur dafür, dass wir noch mehr davon haben. Doch auch außerhalb des Berufs findet sich überall Hektik: An der Schlange im Supermarkt, auf der Straße, an der Bushaltestelle…

Für ein einfacheres Leben sollten wir das Tempo aus dem Alltag heraus nehmen und die Gegenwart bewusster wahrnehmen. Dies entspannt und erleichtert ein konzentriertes Arbeiten. Dabei hilft es, sich immer auf eine Sache zu konzentrieren und kein Multitasking zu betreiben. Am besten ist es sich klare Ziele zu setzen und diese in kleinen Schritten zu erreichen.

 „Decision fatigue“verringern

An einem ganz normalen Tag treffen wir eine Unmenge an Entscheidungen: Was soll ich heute anziehen, was soll ich frühstücken, Kaffee oder Tee dazu,  soll ich den Bus oder das Rad zur Arbeit nehmen …? All diese kleinen Entscheidungen beanspruchen unser Gehirn sehr stark und je mehr wir davon treffen müssen, desto weniger Kapazität haben wir dafür. So kann es dazu kommen, dass wir eine wirklich große Entscheidung treffen müssen und einfach nichts tun, um nicht das Falsche zu tun. Doch auch nichts tun ist sehr oft eben doch das Falsche – insbesondere bei wichtigen Fragen des Lebens.

Damit wir uns nicht jeden Tag mit zu vielen Entscheidungen konfrontiert sehen, macht es Sinn seine Wahlmöglichkeiten einzuschränken. So kann man sich schon am Abend die Kleidung für den nächsten Tag raus legen oder seine Frühstücksoptionen einschränken – Haferbrei oder Brot? Auch Morgen- und Abendrituale helfen uns dabei ein einfacheres Leben zu führen. Man kann zudem sein Mittagessen für die Woche bereits am Sonntag in Ruhe vorbereiten und braucht sich in der Pause dann darüber keine großen Gedanken mehr machen. Außerdem ist es sehr hilfreich sich Prioritäten auf Grundlage der eigenen Werte zu setzen.

Das Hier und Jetzt genießen

Die Hektik in unseren Leben lässt uns oft vergessen, die Gegenwart zu genießen, da wir immer an die Zukunft denken. Um dem entgegen zu wirken, hilft es sich ab und an Zeit allein zu gönnen. Außerdem ist es nützlich eine positive Einstellung zum Leben zu entwickeln und beizubehalten. Unnötige Negativität bringt uns nicht weiter, weshalb wir uns auf die guten Seiten unseres Lebens besinnen sollten. Dafür gibt es viele Werkzeuge wie das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs oder Meditieren. Probiere doch mal aus, was zu dir passt und berichte mir in den Kommentaren davon.

Außerdem sollten wir uns öfter schöne Erlebnisse, statt Dinge, gönnen, denn diese machen unser Leben überhaupt erst besonders. Wenn wir diese auch noch mit Freunden und Familie teilen, verbessert sich zudem unsere Beziehung zu diesen wichtigen Menschen.

 

 

 

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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