Was ich nicht mehr kaufe – Drogerieartikel

Meine Entscheidung minimalistischer und ökologischer zu leben hat mir einen ganz neuen Blick auf die Dinge, die wir oft ohne weiteres Nachdenken kaufen, gegeben. Daher hier eine (nicht vollständige) Liste der Drogerieartikel, die ich nicht mehr kaufe – inklusive kurzer Begründungen. 

  • Sets. Bei Drogerieartikeln – und insbesondere auch Kosmetik – wird einem gerne etwas im Set verkauft, d.h. wenn ich noch die Bodylotion zu dem Parfum dazu nehme, zahle ich „nur“ 10€ mehr und spare dadurch 15€. Nur wie spart man bitte Geld, wenn man mehr ausgibt, als ursprünglich geplant? Und warum geben die mir die Bodylotion plötzlich günstiger dazu? Diese Angebote sind einfach Marketing-Tricks um beispielsweise eine Bodylotion los zu werden, die sich nämlich gar nicht so gut verkauft. Doch statt die Lotion an sich günstiger anzubieten wird sie als „attraktives“ Zusatzangebot an das gut laufende Parfum geknüpft. Damit wirkt es nicht wie ein „Ramsch-Produkt“ sondern ein „ganz besonderes Angebot“. Ich spare mir lieber den Platz in meinem Badezimmerschrank und nutze die 10€, die ich nicht zusätzlich ausgegeben habe, für etwas anderes.
  • Unnötiges wie Weichspüler, Toilettenduftsteine oder Spülmaschinen-Deo. In Drogeriemärkten wimmelt es nur so vor unnützem (und leider auch umweltschädlichem) Zeug.
    • Weichspüler[1] ist eines dieser Dinge. Er reizt die Haut und mit seinem Geruch die Schleimhäute, verhindert die Saugfähigkeit von Handtüchern und Sportbekleidung, kann Stretch-Jeans schneller ausbeulen lassen und ist unglaublich giftig für die Umwelt. Warum also benutzten wir den Müll überhaupt, obwohl Essig oder eine Zitronenhälfte für das Enthärten des Wassers vollkommen reichen – falls das überhaupt notwendig ist.
    • Toilettenduftsteine sind genauso schlecht für Umwelt, Schleimhäute und sogar die Reinlichkeit. Nicht nur, dass Kleinkinder das giftige Zeug für Essen halten können, nein, der intensive Geruch täuscht zudem darüber hinweg, dass das Klo gar nicht so gut gereinigt ist und sorgt so dafür, dass man seltener putzt. Das ist dann ein wunderbarer Teufels-Kreis, denn wenn man das Steinchen weg packt, hat sich der Urin schon so festgesetzt, dass es ohne den überdeckenden Geruch gar nicht mehr geht….
    • Spülmaschinendeos sind ein Produkt, deren Nutzen ich noch nie verstanden habe. In meiner Ausbildungszeit hatten wir im Büro eine Spülmaschine und meine damalige Chefin meinte, ein Deo gegen den Essensgeruch sei notwendig. Dabei wurde die Maschine jeden Abend angestellt und die Tür des Spülers geschlossen gehalten. Doch neben der enormen Geruchsbelästigung beim Öffnen der Spülmaschinentür nahmen außerdem alle Plastik-Teile, die man darin reinigen ließ, einen unangenehmen Zitronen-Geschmack an. Das sorgte am Ende dafür, dass ich den Milchaufschäumer unserer Kaffeemaschine nicht mehr nutzte, da dieser einen Plastikschlauch besaß, der in der Spülmaschine gereinigt wurde. Mein Milchkaffee schmeckte damit immer säuerlich…
  • Produkte mit Tierversuchen. Tierversuche sind nicht notwendig – insbesondere nicht, wenn es nur um unsere Schönheit bzw. Reinlichkeit geht.
  • Verpackte Sachen. Im Bereich Kosmetik bin ich derzeit am Aufbrauchen vieler Produkte, mein Shampoo kommt als Bar ohne Verpackung, zur Körperreinigung nutze ich nur noch Seifen. Im Bereich Reinigungsmittel für die Wohnung steige ich nun zum Teil auf DIY um und nutze ansonsten Abfüllmöglichkeiten in Unverpackt-Läden. Das spart Plastik-Müll, sieht zu Hause viel schöner aus, da nicht tausend Verpackungs-Designs miteinander konkurrieren, und ist besser für Mensch, Umwelt und Tier.
  • Giftstoffreiche Kosmetik und Reinigungsmittel. Ich will meiner Haut und meinen Schleimhäuten und auch unserem Ökosystem nicht weiterhin die Giftstoffe der üblichen Drogerie-Marken antun. Daher setze ich auf Naturkosmetik.

[1] https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen/weichspueler; https://de.wikipedia.org/wiki/Weichsp%C3%BCler

 

 

 

Der Beitragsbildvektor wurde durch Freepik entwickelt

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